gegenstandslose Malerei
Auch wenn es so aussieht, als hätte die gegenstandslose Malerei mit der traditionellen Kunst gebrochen, gehört sie dennoch zu den überlieferten künstlerischen Kategorien.
Widersacher sehen in ihr konzeptionslosen Unfug.
In der Praxis des Malens ist es aber so, dass auch hier ein Konzept Voraussetzung für die Verwirklichung eines Bildes bleibt.
Unnötig ist allerdings die Vorstellung oder Vision von dem fertigen Bild bzw. dem Gegenstand der als Illusion erscheinen muss.
Das ungegenständliche Bild ist weniger auf das Endziel ausgerichtet als auf sich selbst: auf seinen Anfang, seine Endwicklung und auf seinen unter Umständen abgebrochenen Abschluss.
Es ist ein Fehler, wenn man beim Betrachen nach hintergründigen Beziehungen zum Sichtbaren sucht.
Es macht auch nur wenig Sinn, nach den aus seelischen Tiefen kommenden Einflüssen Ausschau zu halten.
Wer kann sich das bei dem Stand unserer Kenntnisse erlauben?
Farbkompositionen
Schon lange überbietet der Computer das Repertoire der malerischen Mittel aus der herkömmlichen Kunst.
Viele aufwendige Handhabungen sind überflüssig geworden.
Von Gestaltungsmöglichkeiten hätten die alten Meister nur träumen können.
Es stellt sich die Frage, ob herkömmliches Malen bereits zum Anachronismus geworden ist.
Vielleicht werden künftige Generationen unser Malen nur noch für Materialvergeudung halten.
Mit dem Verzicht auf das Original, das ohnehin nur wenigen zur Verfügung steht, hätte die elektronische Bildherstellung schon jetzt gewonnen So aber ist gegenwärtig noch nichts einschieden.
Das Vergleichen hat noch seine Reize.